Herzogtum Falkenstein

Greifenheim

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Art des Lehens:Baronie
Derzeitiger Herrscher:Hademar von Witringen
Hauptstadt:Greifenheim
Weitere Städte, Ortschaften und Gemarkungen:Minen von Palatia
Weitere Lehen:Palatia, Tannauer, Rottenburg, Gravenreuth
Religion:Im Adel hauptsächlich Ceridentum, in der Bevölkerung in den Silberzinnen ebenso, auf der Ebene der Winde eher Elementglauben und in den Minen religionsfrei
Handelswaren (Export):Roheisen, Granit, Bergponys
Handelswaren (Import):Lebensmittel, Gegenstände des täglichen Bedarfs, Luxuswaren, Eisenerz, Holzkohle
Größe der Bevölkerung:Hier die Größe der Bevölkerung
Militär:3. Greifenheimer Banner - Pikeniere
4. Greifenheimer Banner - Armbruster|-

Allgemeines
Greifenheim ist flächenmäßig die größte Baronie Falkensteins. Mit einer langen Grenze zu Axtfels und weiteren zu Magnusbrunn, Eichenhain, Neu-Falkenstein, Weidquell und Heideweit ist es zentral gelegen. Da jedoch die Reichsstrasse südlich von Greifenheim verläuft und die Handelsstrasse von Neu-Falkenstein aus stärker Richtung Kerewesch genutzt wird als Richtung Wiesengrund in Axtfels, nimmt die Baronie nicht recht am Handel entlang der großen Strassen teil und hat den Ruf, eine eher hinterwäldlerische Gegend zu sein. Sie ist reich an Bodenschätzen und Standort der einzigen echten Industrie in Falkenstein, aber die Früchte der harten Arbeit in den Minen und Steinbrüchen werden woanders geerntet, so dass Greifenheim nicht zu den wohlhabenderen Lehen Falkensteins gehört.

Baron Greifenheim ist seit 11 nT Hademar von Wittringen. Der Herr von Wittringen ist ein freundlicher, weltgewandter Mann mit umfassender Bildung, sowohl philosophischer Themen wie auch in den technischen und alchemischen Aspekten der Arbeit in den Minen und Eisenhütten. Auch an persönlichem Mut mangelt es ihm nicht, wie er unter Beweis stellte, als er sich persönlich unter die aufgebrachten Minenarbeiter begab, um den Ausbruch einer erneuten Revolte zu unterdrücken. Während des Winterkrieges hat er die Truppen seines Lehens selbst in die Schlacht geführt und wurde zweimal verwundet, hat sich aber den Ruf eines geschicktem Taktikers erworben. Leider ist er aber ein wenig charismatischer Mann, und nur ein mäßig begabter Menschenkenner und Redner. Das Volk von Greifenheim, das aus den kargen Böden der Ebene der Winde eine magere Existenz herauskratzt, oder in den Minen schuftet, oder auf den Hängen der Silberkuppen ihr Dasein fristet, schaut aber auf einen Mann des Geistes herab, so dass er im Volk und unter den Adeligen nicht den üblichen Rückhalt genießt. Der Baron ist verheiratet mit Adelgunde von Zehr, deren Vater ein Ritter in Eichenhain ist mit einem Lehen nördlich des Eibensees. Dem Paar wurden zwei Kinder geboren, Reinhold und Klara, die zwei und vier Jahre alt sind. Mittlerweile hält sich Adelgunde die meiste Zeit wieder auf dem Landsitz ihres Vaters auf, Gerüchten zufolge ist die Ehe der beiden nicht sehr glücklich.

In den vergangenen Jahren sind von Zeit zu Zeit Aufstände in den Minen entflammt. Die Arbeitsbedingungen in den Minen selbst, aber auch in den Eisenhütten, sind hart, das Tagewerk ist gefährlich und die Löhne niedrig. Hinzu kommt die große Anzahl von Sträflingen unter den Minenarbeitern. Überall in Falkenstein können Kapitalverbrechen mit langjähriger Strafarbeit in Palatia geahndet werden. Auch dies trägt zur Verschärfung der Spannungen bei. In letzter Zeit ist allerdings die Häufigkeit und Wucht der Erhebungen stark angestiegen. Unter den Arbeitern brodelt die Stimmung beständig, und nur durch die dauerhafte Stationierung von Truppen kann der Minenbetrieb aufrecht erhalten werden. In Anbetracht der Wichtigkeit der Eisenerzeugung für die Gesamtwirtschaft des Herzogtums ist es von höchster Dringlichkeit, die Ruhe und ordentliche Produktion in den Minen zu sichern. Angesichts der Schwierigkeiten des Barons Greifenheim hatten sich daher Magnusbrunn und Kappeln bereit erklärt, eine Garnison von drei Bannern zu stellen. Nach dem Winterkrieg ist der Anteil der Kappelner Truppen zurückgegangen und das vierte Greifenheim, auch wenn deutlich unter Sollstärke, ist nun ebenfalls an der Garnison beteiligt.

Geographie
Die Geografie Greifenheims wird von den Silberzinnen dominiert, von denen einige hoch genug sind, als dass auf ihren Gipfeln ganzjährig Schnee liegt. Der Fuchstein war mit 1550 Schritt die höchste Erhebung des Herzogtums, nun trägt aber der Bärenkopf in den neuen Territorien diesen Titel. Die steilen Täler der Silberzinnen sind großteils bewohnt, von hartgesichtigen, unabhängigen Menschen, die auf ihren Bergponys reiten, den breitkrempigen Hut auf dem Kopf, und ihre Herden von Schafen, Ziegen und Kühen vor den Wölfen schützen. Im Norden liegen Teile der Ebene der Winde innerhalb der Grenzen Greifenheims, dort ist Ackerbau ebenfalls nur eingeschränkt möglich und die Bauern züchten hauptsächlich Schafe. Der bedeutendste Fluss der Baronie ist die Warthe, die fast über die gesamte Ausdehnung der Silberzinnen ein langgezogenes Tal herunterfließt und in den nach ihr benannten See fließt. Die Weid aus Weidquell und der Aarbach aus Heideweit münden ebenfalls in den See, aber anhand der Wassermenge ist die Warthe der wichtigste Zufluss.


Politische Ausrichtung
Politisch findet sich der Baron Greifenheim in einer schwierigen Position wieder, sowohl in seinem eigenen Lehen, wie auch innerhalb Falkensteins. Das Volk Greifenheims sieht ihn als verweichlicht und schwach an, und zumindest ein Teil des Greifenheimer Adels folgt dieser Ansicht oder versucht sogar, die Schwäche des Barons zum eigenen Vorteil zu nutzen. Insbesondere der Herr von Rottenburg steht in strenger Opposition zu seinem Baron, aber auch die Lehensnehmer in den Silberzinnen, allen voran der Herr von Gravenreuth, nehmen es mit ihrem Treueid nicht allzu ernst.

Diese missliche Lage hat ihre Ursache zum Teil im langen Interregnum, in dem die Baronie Greifenheim nicht vergeben war und die Greifenheimer Ritter sich befehdeten und im Streit um Einfluss und Land lagen. Insbesondere der Herr von Rottenburg, der das Lehen Palatia kommissarisch verwaltet hat, sieht sich dem Baron an Macht zumindest ebenbürtig. Als dann der Herr von Wittringen den Thron bestieg und sich die zerstrittenen Adeligen wie Wölfe um ihn scharten, gelang es dem neuen Baron in Folge nicht, die Ordnung in seinem Lehen wiederherzustellen.

Der zweite Grund für die derzeitige Lage ist eben die Person des Barons selbst. Er meint wohl und strebt danach, ein guter und weiser Herrscher zu sein, aber es fehlt ihm an der Durchsetzungskraft und Härte, die nötig wären, um sich gegen den Greifenheimer Adel durchzusetzen. So gelingt es ihm nicht, den schon seit Jahren währenden Streit der Ritter untereinander zu beenden, und auch die Ruhe in den Minen wiederherzustellen ist dem Baron bis jetzt mißglückt. Und so fallen die Abgaben und Steuern geringer aus als vom Profoss festgelegt, die Fronarbeit erreicht häufig nicht die gesteckten Ziele und um die ständigen Aufstände in den Minen zu beenden, haben Kappeln und Magnusbrunn dort Truppen stationiert.

Sein letzter Vorstoß, sein Lehen von Besatzungstruppen zu befreien, indem er die zur Aufstellung von Truppen nötigen Mittel bei den Geldhäusern St. Georgs beschaffte, hat jedoch nicht das gewünschte Resultat gezeigt. Die zwei Banner Greifenheimer Truppen, die kurz nach ihrer Aufstellung in den Winterkrieg zogen, haben durch ihre ungenügende Ausrüstung und mangelnde Erfahrung deutlich höhere Verluste hinnehmen müssen als die anderen Regulären. Das dritte Banner wurde nach dem Krieg aufgelöst, da sich über die Verluste im Gefecht hinaus drei Fäuste unerlaubt von der Truppe entfernten. Diese Deserteure sind im Land untergetaucht, nur einer von ihnen konnte gefasst werden.

Und so hat sich der Baron die Anerkennung des Reichskanzlers verdient, aber immer noch nicht genug eigene Truppen, um die Besatzer seines Landes verweisen und die Ordnung wiederherstellen zu können.

Auch außerhalb seines Lehens hat Baron Wittringen wenig echte Freunde. Bei allen Beratungen über die Garnison der Minen lassen die Barone Kappeln und Magnusbrunn ihn gänzlich außen vor. Die Weidqueller sorgen sich weniger um ihn als um die unerwünschte Nähe Kappelner Truppen. Und die Heideweiter und Neu-Falkensteiner sind eher mit ihren eigenen Problemen beschäftigt.

Wirtschaft und Finanzen
Die Wirtschaft Greifenheims ist fast gänzlich auf den Abbau der Bodenschätze und ihren Export ausgerichtet. Aufgrund der geringen effektiv für die Landwirtschaft nutzbaren Fläche, die hauptsächlich südlich der Linie von Greifenheim nach Rottenburg liegt, muss daher der Großteil der in der Baronie verbrauchten Lebensmittel eingeführt werden. Da innerhalb der Stadt Greifenheim nur einige wenige Handwerker und Manufakturen angesiedelt sind, müssen auch zahlreiche Gegenstände des täglichen Bedarfs importiert werden. Der Lebensstil des Bürgertums und besonders des Adels ist daher in Greifenheim teurer als anderswo in Falkenstein und oft nicht so ausschweifend. Die Mehrheit der Importe jenseits von Erz und Holzkohle sind also für den Konsum bestimmt.

In Greifenheim selbst werden zahlreiche Bodenschätze abgebaut. Granit für die Häuser in St. Georg entstammt einem großen Steinbruch an der Strasse nach Axtfels. Im Lehen Palatia wird aus Kachuana eingeführtes Eisenerz verhüttet. Dazu holt man aus Weidquell Holzkohle heran und Steinkohle aus den örtlichen Minen. Die Verhüttung findet statt in einer Mischung aus Renn- und den weit modernen Stücköfen. Das Roheisen wird teilweise direkt vor Ort zu Schmiedeeisen verpuddelt, der Rest wird nach St. Georg geschafft und dort zu Schmiedestahl verdedelt.

Trotz des Reichtums an Rohstoffen und den erheblichen Warenströmen, die sich über die Grenzen der Baronie bewegen, befindet sich die finanzielle Lage Greifenheims hart am Rande des Zusammenbruchs. Die Einnahmen durch den Export von Rohstoffen werden durch die Kosten für die Einfuhren fast wieder aufgewogen, und ein guter Teil der Erlöse aus den Minen erreicht nicht die Kassen des Barons. Auch die Steuereinnahmen sind geringer, als sie zu erwarten wären, so als würden die Lehnsnehmer Teile der Einkünfte zurück halten. Die Schulden, die Baron Wittringen bei den Banken gemacht hat, um seine Soldaten aufstellen zu können, sind eine zusätzliche drückende Last auf die Geldkatze des Herrn von Greifenheim.

Militär
Hier können militärische Einheiten genauer definiert werden.

Bedeutende Personen
Hademar von Wittringen
Richard von Tannauer

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